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Ronald Kaiser | Knowledge

 
       
     
Sharable Content Object Reference Model (SCORM)
 
Projektthema
Analyse und Anwendung von Standards für e-Learning-Umgebungen unter besonderer Berücksichtigung des SCORM-Modells
 
Projektbeschreibung
In den vergangenen Jahren gab es enorme Entwicklungssprünge auf dem Gebiet des webbasierten e-Learnings. Es wurden die unterschiedlichsten Ansätze verfolgt und umgesetzt - mit dem Resultat, dass die meisten Implementierungen Einzelanwendungen sind und sich nicht miteinander verbinden lassen. Die Ursachen liegen in der softwareseitigen Verknüpfung von Inhalt und Anwendung. In herkömmlichen Lernanwendungen sind beide Teile untrennbar ineinander verstrickt. Folglich ist es in diesen Fällen z.B. nicht möglich, eine Lektion aus einer Lernanwendung ohne unverhältnismäßig großen Aufwand in eine andere Lernanwendung zu übernehmen.

SCORM folgt dem aktuellen Trend, der durch XML mit der Trennung von Inhalt und Form begründet wurde und hin zur Modularisierung ganzer Programme geführt hat, indem es die Lern-Inhalte von der Lern-Anwendung abspaltet und Spezifikationen vorgibt, wie beide Teile miteinander kommunizieren. Dieser Abschnitt der SCORM-Spezifikation ist mit Run-time Environment überschrieben. Der zweite große Abschnitt umfasst die Strukturierung und Beschreibung der Lerninhalte. So wie ein Lehrbuch beispielsweise in Lektionen und Übungen unterteilt sein kann, lässt sich meistens auch der Inhalt eines Lernprogramms über mehrere Aggregationsstufen bis hin zu den sogenannten Assignable Units (AU) unterteilen. Auf XML übertragen wären die Aggregationsstufen die Knoten und die AUs letztendlich die Blätter am XML-Baum. In der SCORM-Spezifikation wird darum auch XML verwendet, weil sich nicht nur das gesamte Aggregationsmodell sondern auch sämtliche Metainformationen in XML sehr gut abbilden lassen. Aggregationsmodell und Metainformationsschema werden zusammen als Content Aggregation Model bezeichnet.

SCORM ist also in erster Linie ein Referenzmodell auf technische Spezifikationen und Richtlinien. Die SCORM-Spezifikation kann aber auch als Ansammlung von einzelnen Büchern betrachtet werden, denn die verschiedenen Teile der Spezifikation stammen aus unterschiedlichen anderen Projekten. Sie ist so gesehen ein Konglomerat von Einzelspezifikationen.

Im Rahmen der Diplomarbeit wurde die SCORM-Spezifikation vor dem Hintergrund verschiedener Ansätze der Inhaltestrukturierung (Hypertextstruktur, sequentielle Struktur) auf ihre Umsetzbarkeit hin untersucht. Darüber hinaus beinhaltet die Arbeit einen umfassenden Vergleich der SCORM-Spezifikation mit anderen Spezifikationen (AICC, IMS Project u.a.).

Die Diplomarbeit wurde durch die Firma digital spirit GmbH in Berlin unterstützt und betreut.

 
 
Quelle: ADL.